Projekte

DIKOMP

Das Projekt DIKOMP wird durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Landesregierung NRW im Rahmen des Programms EFRE. NRW „Wachstum und Beschäftigung“ 2014-2020 gefördert.

Die Grundidee für das geplante Projekt lässt sich wie folgt zusammenfassen: Neue digitale Lösungen im Versorgungs- und Kooperationsmanagement, wie etwa die elektronische Fallakte oder die digitale Fallkonferenz, werden in der Praxis nur dann erfolgreich zum Einsatz kommen, wenn die beteiligten Fachkräfte aus dem ambulanten und dem stationären Sektor neben ihren beruflich-fachlichen Qualifikationen auch über die notwendigen digitalen Kompetenzen im Umgang mit den oft komplexen technischen Lösungen verfügen. Daher besteht das zentrale Ziel des Projekts DIKOMP in der Entwicklung eines innovativen Weiterbildungskonzepts für Fachkräfte aus Gesundheitsberufen, die zunehmend in die digitalisierte professions- und sektorübergreifende Versorgung von Patienten eigebunden sind.

Das GG.WML stellt sich in einer ersten 12-monatigen Praxisphase als Erprobungsfeld für die digitalen Anwendungen zur Verfügung, an die sich in einer zweiten Phase die Kompetenzbedarfsanalyse anschließt. Das GG.WML wird dabei durch die Deutsche Angestellten-Akademie (DAA) unterstützt, die vor allem ihre Bildungsexpertise zur Verfügung stellt und federführend zuständig ist für die Qualifikationsbedarfsanalyse, die Entwicklung entsprechender Curricula und die Umsetzung in Form von modernen, mediengestützten Lernkonzepten auf der Basis des Blended-Learning-Ansatzes.

Ansprechpartnerinnen: Martina Schrage ( m.schrage(at)gg-wml.de )

Daniela Balloff ( d.balloff(at)gg-wml.de )

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

www.daa-fue-westfalen.de.

MediFuture

Das LEADER-Projekt „MediFuture“ verfolgt das Ziel, die ambulante medizinische Versorgung in der münsterländischen Region Ahaus-Heek-Legden (AHL) nachhaltig zu sichern und wird durch Fördergelder des europäischen Förderprogramms LEADER unterstützt. LEADER steht für „Liaison entre actions de développement de l‘ économie rurale“ und wurde in den 90er Jahren von der EU-Kommission als Teil des Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung ländlicher Räume ins Leben gerufen. Das Programm unterstützt Landbewohner dabei, mit Projekten aus unterschiedlichen Bereichen (Naturschutz, Tourismus, Soziales, regionale Produkte oder Grundversorgung) ihre Heimat zu stärken.

Die Grundidee für das geplante Projekt MediFuture lässt sich wie folgt zusammenfassen: Vielen Menschen auf dem Land ist es sehr wichtig, eine wohnortnahe medizinische Versorgung zu erhalten. Auf lange Sicht zeichnen sich aber Versorgungsengpässe ab, denn viele niedergelassene Praxisinhaber stehen vor dem Ruhestand. Laut Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat in Nordrhein-Westfalen mehr als ein Drittel der Hausärzte das 60. Lebensjahr überschritten, auch im GG.WML liegt das Durchschnittsalter bei 59 Jahren. Daneben setzen Nachwuchsmediziner andere Prioritäten. Die Bereitschaft sinkt, auf dem Land eine Praxis zu übernehmen. Der Trend geht hin zum Arbeits- und Wohnort „Stadt“, zum Angestelltenverhältnis und zur Teilzeitstelle mit einer guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Fragen müssen daher lauten: Wie machen wir für junge Mediziner die Arbeit in einer Hausarztpraxis wieder interessant? Welche Gestaltungselemente können einen Beitrag dazu leisten, eine langfristige und nachhaltige medizinischen Gesundheitsversorgung in der LEADER-Region AHL sicherzustellen? Eine Antwort darauf soll MediFuture geben, das nun am GG.WML e.V. an den Start geht. Dabei sollen erste regionale Anstrengungen unternommen werden, um dem Modell der klassischen Einzelpraxis neue Versorgungsform-Ideen entgegenzusetzen. Diese müssen einerseits den Bedürfnissen der nachfolgenden Ärztegeneration, andererseits der möglicherweise geringer werdenden „Ressource Hausarzt“ gerecht werden. Das schließt eine bessere Vernetzung der einzelnen Akteure im hiesigen Gesundheitswesen, eine steigende Attraktivität der allgemeinmedizinischen Weiterbildung, Delegationsmöglichkeiten und die Einbindung telemedizinischer Strukturen mit ein.

Ansprechpartnerinnen: Daniela Balloff ( d.balloff(at)gg-wml.de )

Dr. Diane Langel ( d.langel(at)gg-wml.de )

Nähere Informationen zu LEADER finden Sie hier:

www.leader-ahl.de